Ich bin Leon, 16 Jahre alt und Schüler der HLW Media in Deutschlandsberg. Im Schwerpunkt Media lerne ich alles über Bildbearbeitung, Audio, Videoschnitt, Radio, Journalismus und noch vieles mehr. Unter anderem müssen wir zwischen der zweiten und fünften Klasse insgesamt ein 8-wöchiges Pflichtpraktikum absolvieren. Für diese Schule habe ich mich entschieden, da ich das Gefühl hatte, dass ich dort meine Träume am ehesten erreichen kann. Ich bin nämlich sehr fußballbegeistert und eines Tages möchte ich gerne Sport-Kommentator im Fernsehen sein. Um diesem Ziel näher zu kommen, durfte ich im August drei Wochen meines Pflichtpraktikums bei soundlarge audioproduktionen & schulungen in Graz absolvieren.
Wie bin ich überhaupt zu soundlarge gekommen?
Ich habe immer schon gerne gesprochen, interviewt und kommentiert. 2022 hatte ich dann die Idee mich als Kinderreporter bei Antenne Steiermark zu bewerben. Ich dachte mir: „Das gibt’s in Deutschland, also warum nicht auch bei uns!“ Ich dachte ich präsentiere meine Idee einfach mal bei der Antenne Steiermark. Gesagt getan. Ich habe mit Hilfe meiner Mama Kontaktdaten gesucht und wir sind dann auf Christiane Stöckler gestoßen, die zum damaligen Zeitpunkt noch bei Antenne für die Aus- und Weiterbildungen zuständig war. Sie hat mir recht schnell zurückgeschrieben. Leider hat die Antenne keinen „Posten“ als Kinderreporter angeboten, aber Christiane hat mich ins Antenne-Studio eingeladen, damit ich mir trotzdem mal alles anschauen konnte. Dort durfte ich testweise einen Nachrichtentext einsprechen und mal etwas Studioluft schnuppern.
Als es dann 2025 darum ging, wo ich in den Sommerferien einen Teil vom HLW Media Pflichtpraktikum mache, haben wir wieder Christiane kontaktiert. Sie hat mir dann soundlarge empfohlen. Ich habe angerufen und mich danach beworben. Ein Bewerbungsgespräch später stand fest, dass ich im August drei Wochen lang Teil der soundlarge-Crew sein darf.
Los geht der kreative Wähnsinn
Am 3. 8. 2026 habe ich dann endlich mein HLW Media Pflichtpraktikum gestartet. Ich muss zugeben, ich war schon sehr aufgeregt, da ich nicht wusste was mich erwartet. Als ich ins Studio kam wurde ich von allen begrüßt und beim Daily durfte ich mich kurz vorstellen. Das Daily ist die tägliche Besprechung in der Früh. Hier wird besprochen wer was zu tun hat, welche Aufgaben anstehen und sollte über den Tag hinweg als „Fahrplan“ für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dienen, um aus dem Radiowörterbuch zu zitieren. Hin und wieder weichen wir auch vom Thema ab und sprechen über die verschiedensten Themen. Aber nur manchmal ;-). Besonders schön finde ich die High Five Momente. Da sagt jeder, beim Daily am Montag, etwas tolles über einen Kollegen oder einer Kollegin von letzter Woche.
Nach dem Daily durfte ich dabei sein wie David „Home Entertainment Update“ (HEU) und „Erste Reihe Fußfrei“ (ERF) für mehrere österreichische Radiosender aufgezeichnet hat. Danach haben Jakob und ich die Beiträge geschnitten und produziert.
„Praktikanten sollten wie Schwämme sein“
Das hat André während des HLW Media Pflichtpraktikums nicht nur einmal gesagt. Damit meint er, dass Praktikanten während eines Praktikums die Möglichkeit haben sehr viel Wissen aufzusaugen und für das spätere Berufsleben wiederzuverwenden. Ich muss sagen, diesen Satz nehme ich ab jetzt mit. Nicht nur in Praktika, sondern auch für die Schule und mein späteres Arbeitsleben. Weil egal wann und wo, man kann immer etwas dazulernen. Meiner Meinung nach konnte ich speziell bei Airchecks sehr viel Wissen mitnehmen, da ich auch dort viele Tipps aufgesaugt habe. Ein Aircheck ist eine Schulung in der André mit Moderatoren und Moderatorinnen von Radiosendern, die soundlarge schult und betreut, eine Sendung von ihnen durchgeht und ihnen Tipps und Feedback dazu gibt. Dadurch können Moderatoren und Moderatorinnen unter anderen verbessern wie sie Zwischen- oder Anmoderationen machen können.
Sie sind mit der Mobilbox verbunden!
In meinem HLW Media Pflichtpraktikum habe ich außerdem eigene Mobilboxen getextet, eingesprochen, geschnitten und produziert. Ich musste drei verschiedene Varianten machen. Einmal eine seriöse, die sehr nach Business und distanziert klingt. Dann eine eher neutrale, die man auch als Privatperson verwenden kann. Die dritte Variante, war die, bei der ich mir am schwersten getan habe. Die dritte Variante musste sehr kreativ und Out-of-the-Box sein. Nach vielen umgetexteten Mailboxen ist es dann ins Studio gegangen. Das Texten ist definitv nicht zu unterschätzen, für alle drei Texte habe ich gute zwei Tage und mehrere Schmierzettel gebraucht. Auch hier habe ich ein paar Versuche gebraucht bis die endgültigen Cold Voices fertig waren. Die Cold Voice ist die unbearbeitete Aufzeichnung einer Stimme, um wieder aus dem Radiowörterbuch zu zitieren. Zum Schluss musste ich die Mobilboxen noch in Adobe Audition schneiden und produzieren. Auch wenn der Weg lang war und ich oft nochmal begonnen habe, bin ich mit den fertigen Mobilboxen sehr zufrieden.
Quelle: soundlargeHallöle André!
Diese Begrüßung hörte ich öfters, als André für Radino’s Minidisco, für Radino – Mein Kinderradio, verschiedene Kinder aus ganz Österreich angerufen hat. Die Minidisco ist sehr beliebt bei den Kindern. Aktuell warten da über 2000 Kinder auf einen Anruf. Wenn André die Kinder dann anruft, können sie ihm von Hobbies oder Erlebnissen erzählen. Dann spielt André auch noch ein Spiel mit den Kindern. Es gibt drei verschiedene Spiele und ein verstecktes Spiel, darauf müssen die Kinder aber selbst kommen. Es war sehr interessant bei den Anrufen dabei zu sein, weil man einfach sehr viele verschiedene Kinder „kennenlernt“. Das hat mir sehr gefallen, weil ich es schön fand, wie sich manche Kinder über André’s Anruf freuten.
Stimmen die alle erkennen, durfte ich kennenlernen
Ich durfte auch ein paar Mal dabei sein wenn Sprecher kamen und zum Beispiel Telefonschleifen oder Spots einsprachen. Auch das habe ich als sehr spannend empfunden, da ich sah, was professionelle Sprecher machen, wenn sie etwas einsprechen und sich „verändern“. Das war eine sehr coole Erfahrung und echt ein Spaß, als mit ihnen gesprochen habe und mir gedacht habe, die klingt gar nicht wie diese Telefonschleife. Bis der Sprecher beziehungsweise die Sprecherin in das Sprecherkabine gegangen ist und ich meinte: „Oh mein Gott, das ist eins zu eins diese Stimme!“
Das rote On-Air-Licht erlischt für mich
Jetzt, nach knapp zweieinhalb Wochen HLW Media Pflichtpraktikum, schreibe ich hier diesen Praktikumsbericht, schaue auf die vergangen Tage und Wochen zurück und bin einfach nur dankbar. Ich bin dankbar dafür, dass mich alle so schnell aufgenommen haben und ich mich direkt zu Hause gefühlt habe. Es war schön, dass sich alle Zeit für mich genommen haben und mir Dinge erklärt haben. Ich bin froh, dass ich aus diesen drei Wochen so viel Wissen mitnehmen darf, das ich nicht nur in der Schule sondern auch in der Zukunft sehr gut gebrauchen kann, wie zum Beispiel, das nicht alles First Try geht oder Kreativität ein schwerer Prozess ist. Es ist wie auf Urlaub. Man weiß, dass man bald wieder zu Hause ist, erinnert sich an all die schönen Momente und denkt sich: „Eine Woche wär noch schön.“
Meine Zeit ist jetzt bald vorbei und ich kann ein Praktikum bei soundlarge audioproduktionen & schulungen wirklich jedem empfehlen, der sich für den Bereich Audio und alles was dazugehört interessiert.
Danke für die schöne Zeit an die Gesamte soundlarge-Crew!
Leon Truber
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