Es ist eine Personalentscheidung mit weitreichenden Signalwirkungen für die österreichische Medienlandschaft: Dr. Clemens Pig wird neuer ORF-Generaldirektor. Der Stiftungsrat des öffentlich-rechtlichen Senders hat in seiner Plenarsitzung am Freitag, dem 12. Juni 2026, die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Pig konnte in der entscheidenden Abstimmung eine Mehrheit von 21 Stimmen auf sich vereinen und setzt sich damit an die Spitze des größten Medienunternehmens des Landes.
Die gesetzlich festgelegte, fünfjährige Funktionsperiode beginnt am 1. Jänner 2027 und läuft bis zum 31. Dezember 2031. Bis zum offiziellen Amtsantritt verbleibt dem designierten Medienmanager somit ein gutes halbes Jahr. In der Zeit kann er sich intensiv auf die strategische Neuausrichtung des Hauses vorbereiten.
Clemens Pig: Ein erfahrener Stratege als neuer ORF-Generaldirektor
Mit Clemens Pig übernimmt ein erfahrener und in der Branche hochgradig vernetzter Experte das Ruder am Küniglberg. Als langjähriger Vorsitzender der Geschäftsführung der Austria Presse Agentur (APA) hat er in der Vergangenheit bewiesen, wie man traditionelle Medienhäuser erfolgreich durch die digitale Transformation führt. Diese Expertise dürfte auch bei seiner neuen Aufgabe im Fokus stehen. Als neuer ORF-Generaldirektor steht er vor der Herausforderung, die digitalen Angebote weiterzuentiwckeln. Insbesondere die Streaming-Plattformen und Online-Nachrichten.
Quelle: ORF / Thomas RamstorferDie Herausforderungen für “den Neuen”
Neben der digitalen Evolution warten auf Pig auch wirtschaftliche und medienpolitische Herkulesaufgaben. Die anhaltenden Diskussionen rund um die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sowie die Wahrung der redaktionellen Unabhängigkeit in politisch dynamischen Zeiten werden seine Amtszeit von Tag eins an prägen.
Für das Branchenportal medienreporter.com bleibt die Entwicklung am Küniglberg naturgemäß im Fokus. Die kommenden Monate werden zeigen, mit welchem konkreten Team und welchen inhaltlichen Schwerpunkten der neue ORF-Generaldirektor seine Reformpläne ab 2027 umsetzen möchte. Eine spannende Ära für den österreichischen Medienmarkt hat mit dieser Wahl jedenfalls begonnen.





