Was in der österreichischen Radiolandschaft wochenlang hinter verschlossenen Türen getuschelt wurde, ist nun offiziell. DerStandard meldete bereits das heiße Gerücht, dass der ORF eilig eine neue Führungskraft für das strategische Herzstück seines reichweitenstärksten Senders sucht. Die Redaktion wünschte sich damals frischen Wind für den „Ö3 Wecker“ und den gesamten Wortbereich. Jetzt ist die Katze endgültig aus dem Sack, denn das Fachportal radioszene.de und auch die Kleine Zeitung haben das Gerücht offiziell bestätigt: Timm Bodner wechselt zu Ö3.
Für den gebürtigen Kärntner, der bisher als profilierter Programmmacher und Prokurist der Styria Radios (darunter Antenne Steiermark, Antenne Kärnten und Radio Flamingo) galt, ist das der Sprung zum österreichischen Marktführer am heimischen Radiomarkt.
Die Mammutaufgabe am Küniglberg: Was macht ein Wort- und Weckerchef?
Als Bereichsleiter für „Ö3-Wecker, Wort und Tag“ zieht Bodner künftig die Fäden hinter der reichweitenstärksten Morgensendung des Landes. Doch was steht in so einer hochkarätigen Jobbeschreibung überhaupt drin?
Wer diesen Posten besetzt, trägt die strategische und inhaltliche Gesamtverantwortung für alle Wortbeiträge, Comedy-Formate und Rubriken der Primetime. Zu den Aufgaben gehören die Weiterentwicklung von journalistischen Formaten auf Augenhöhe mit den Hörerinnen und Hörern, das Steuern von tagesaktuellen Programmschwerpunkten sowie die Personalführung der gesamten Redaktion. Kurz gesagt: Ihr müsst dafür sorgen, dass ganz Österreich am Frühstückstisch und auf dem Weg in die Arbeit perfekt informiert und unterhalten wird, während die Musikstrategie nahtlos in den Wortfluss übergeht. Dass Bodner das kann, hat er im Privatradio eindrucksvoll bewiesen – unter seiner Führung konnte die Antenne zeitweise sogar den Riesen Ö3 in Kärnten überholen.
Quelle: Marija KanizajGroße Baustelle bei den Styria Radios: Wer folgt auf den Erfolgsmacher?
Während am Küniglberg die Sektkorken knallen, hinterlässt der Abgang im Styria Medienhaus eine gewaltige Lücke. Radio-Geschäftsführer Gottfried Bichler steht nun vor einer logistischen Herkulesaufgabe: Er muss schleunigst einen adäquaten Nachfolger für Bodner finden, der die Marktführerschaft im Süden Österreichs sichert. In den Fluren der Medienhäuser wird bereits wild spekuliert, ob Bichler eine interne Lösung bevorzugt oder doch jemanden von extern holt. Holt ihr jemanden aus den eigenen Reihen, der die internen Synergien der Antenne-Sender in- und auswendig kennt? Oder braucht es frisches Blut von außen?
Hochkarätige Profis stünden bereit
Langweilig wird die Suche jedenfalls nicht, denn der österreichische Radiomarkt ist derzeit stark in Bewegung. Erst im Mai hat ja der langjährige Programmchef von Life Radio Oberösterreich, Matthias Dietinger, nach 13 erfolgreichen Jahren den Sender verlassen – wie er auf seiner eigenen Website ganz offen verkündete.
Die Medienbranche weiß: Exakt solche erfahrenen Profis, die den Markt aus dem Effeff kennen und Sender zu Rekordwerten führen können, sind genau jetzt verfügbar. Man darf also mehr als gespannt sein, welchen Coup Gottfried Bichler demnächst landen wird, um die Lücke zu füllen, die entsteht, weil Timm Bodner wechselt zu Ö3.






